5. Hardware und Software

Welche Hardware und welche Software sind geeignet?

In den beiden Leitfäden Empfohlene Informatikausrüstung für Primarschulen und Empfohlene Informatikausrüstung für Orientierungsschulen wird im Detail ausgeführt, welche Hard- und Software für die obligatorischen Schulen des Kantons Freiburg empfohlen werden.

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Nachfolgend ein paar Punkte, die es zu beachten gilt.

Empfehlungen zu Tablets

Aus Gründen des Know-hows, der Wartung und der Einheitlichkeit empfehlen wir den Schulen, sich bei den Tablets auf eine einzige Plattform zu beschränken (Android, iOS oder Windows 8). Die Software-Lizenzen für Tablets werden auf einer einzigen Plattform ebenfalls effizienter verwaltet. Bei Grosseinkäufen sind zudem erhebliche Einsparungen möglich.

Im 1. Zyklus (Harmos 1H - 4H)

In den schulischen Einrichtungen des 1. Zyklus können Tablets die Computer grösstenteils ersetzen. Die meisten Aktivitäten in Verbindung mit der Integration des Bereichs Medien und ICT in den Unterricht können mit Tablets realisiert werden, sofern die Infrastruktur (drahtloses Netz) dies erlaubt.

Gemäss Lehrplan 21 sollten Kompetenzen in Medien und Informatik bereits ab dem 1. Zyklus erworben werden. Dafür eignen sich Tablets, dank ihrer einfachen Bedienung und der Touchsteuerung – allerdings unter der Bedingung, dass die von den Kindern hergestellten Produkte nicht gedruckt oder zentral gespeichert werden.

Im 2. Zyklus (Harmos 5- 8H)

Im 2. Zyklus sind Tablets eine Ergänzung zu den Computern, aber kein Ersatz. Im Moment stehen viele interkantonale digitale Ressourcen noch nicht für Tablets zur Verfügung und können von diesen nicht angezeigt werden (z.B. Flash-Aktivitäten für das Französisch-Lehrmittel Mille-feuilles).

Im 3. Zyklus (Harmos 9H - 11H)

In den Schulen des 3. Zyklus sind Tablets eine Ergänzung zu Computern, aber sie können diese nicht ersetzen. Zum heutigen Zeitpunkt sind die meisten interkantonalen digitalen Ressourcen noch nicht für die Nutzung auf Tablets geeignet.

Die Beschaffung von Tablets erfordert:

  • die Einrichtung eines leistungsfähigen drahtlosen Netzes. Ein drahtloses Netz ist unumgänglich, wenn eine Schule Tablets einsetzen will. Die Dichte des Netzes muss dabei an die Anzahl vorgesehener Tablets angepasst werden.

  • den Kauf spezifischer Tablet-Software bzw. von Applikationen. Die Programme, die für die Computer der Schule gekauft werden, sind nicht kompatibel.

  • einen rascheren Ersatz als bei herkömmlichen Computern. Während man bei einem standard­mässigen Computer davon ausgeht, dass dieser alle 5 Jahre ersetzt werden muss, so muss man bei Tablets bereits nach 3 Jahren einen Ersatz einplanen.

Auf der Seite Tablets finden Sie zusätzliche Informationen.

Empfehlungen zu Computern

Damit die Bedienung und Wartung der Geräte einfach bleibt, raten wir den Schulen, sich bei den Computern für eine Plattform (Mac oder Windows) zu entscheiden. Dies ist praktischer und kostengünstiger und wenn Probleme auftreten sollten, können diese viel schneller und effizienter behoben werden. Das Benutzen von Linux-Computern wird aus den folgenden Gründen nicht empfohlen:

  • Es gibt nur wenige Firmen, die einen Support für Linux anbieten.

  • Das Angebot an Unterrichtsmaterial unter Linux ist ungenügend.

Wiederverwendung gebrauchter Computer

Den Schulen bietet sich manchmal die Gelegenheit, Computer einer älterer Generation von Unternehmen zu übernehmen, die ihren Informatikpark ersetzen und ihre gebrauchten Geräte deshalb günstig zum Verkauf anbieten. Hier ist Vorsicht geboten. Der Beschaffungspreis eines Computers stellt nur einen Teil der Gesamtkosten dar. Ältere Geräte sind teurer im Unterhalt und, was entscheidender ist, die Betriebssicherheit sinkt und es wird keine Garantie gegeben. Ist der Gerätepark zudem heterogen zusammengesetzt, wird der Aufwand für die Installation massiv erhöht. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abzuwägen und den besonderen Bedürfnissen einer Schulumgebung Rechnung zu tragen.

Software und Apps

Die Lernsoftware auf CD oder DVD wird immer mehr von Angeboten auf dem Internet verdrängt. Deshalb ist eine Internetanbindung aller Computer einer Schule zwingend erforderlich.

Insgesamt sollte die Software der Computer, die in Primarklassen eingesetzt werden, gewisse Funktionskriterien erfüllen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Multimedia-Aktivitäten (Audioaufnahmen, Montage kleiner Filme oder Bearbeitung digitaler Fotografien), die für oder mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden. Ausserdem sollte die Nutzung digitaler Ressourcen gewährleistet sein, welche die offiziellen Lehrmittel ergänzen (Mathe-Spiele, Deutsch- und Englisch-Übungen, Geografie, Geschichte usw.).

Die Fachstelle fri-tic stellt den Schulen eine Liste von Software-Angeboten zur Verfügung, die für den Einsatz in der Klasse empfohlen werden und heruntergeladen werden können. Die meisten dieser Programme sind kostenlos. Diese Liste wird regelmässig aktualisiert.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter http://www.fri-tic.ch/logiciels/ (in Französisch).