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FAQ - Sicherheit und Prävention

Häufig gestellte Fragen zu Sicherheit im Netz / Internetprävention aus der Sicht der Lehrperson.

Darf ich den Schülern/den Schülerinnen verbieten, das Handy mit in die Schule zu nehmen?

Nein, das Handy ist Privatbesitz. Ein Verbot ist also nicht möglich; Sie dürfen hingegen von den Schülern/Schülerinnen verlangen, dass sie ihr Gerät in einem Behälter oder Schrank beim Lehrerpult deponieren.

Kann ich eine/n Schüler/in daran hindern, mit seinem/ihrem Handy im 3G-Netz zu surfen?

Nein. Die Fragen zum Umgang mit den Handys sind heikel, denn es geht um die Privatsphäre des Schüler/der Schülerin (das Handy ist Privatbesitz). Sie können zwar eine Charta zum Handygebrauch einsetzen, aber Sie dürfen nicht strikte reglementieren. Es ist auch nicht gestattet, das 3G-Netz im Schulhausbereicht zu blockieren.

Darf ich die Dateien eines Smartphones untersuchen beim Verdacht, dort bedenkliche Inhalte vorzufinden?

Nein. Die Polizei muss hinzugezogen werden (117). Sie entscheidet über das weitere Vorgehen, und wegen des Datenschutzes hat auch nur sie das Recht,  Inhalte eines Handys zu kontrollieren, wenn der/die Schüler/in dazu kein Einverständnis gibt.

Eltern fordern ein Handy zurück, das wegen Verdachts auf pornographische Daten konfisziert wurde: muss ich es herausgeben oder darf ich es als Beweismittel zurückhalten?

Wenn Sie als Lehrperson die Polizei anrufen (Nr. 117), müssen Sie unbedingt fragen, wie Sie sich verhalten sollen, falls die Eltern des Kindes dessen Handy zurückverlangen. Es geht darum, durch korrektes Vorgehen einen bestmöglichen Untersuchungsverlauf zu gewährleisten.

Wie reagieren, wenn ein/e Inspektor/in (oder Vorgesetzte) verlangt, Schülerlisten auf die Dropbox zu stellen?

Ablehnen ! Sensible Schülerdaten dürfen keinesfalls per Dropbox übermittelt werden ! Nutzen Sie dafür einen educanet2-Ordner.

Wie soll ich vorgehen, wenn ich herausfinde, dass ein/e Schüler/in andere per Mail o.ä. beschimpft oder wenn die Eltern eines betroffenen Kindes reklamieren? Wer kann klagen?

Sie sollten in der Lage sein, schnell den Schweregrad des Problems und die Rolle der Beteiligten abzuschätzen. Sie müssen wissen, was wirklich geschehen ist. Danach nehmen Sie mit den Betroffenen Kontakt auf und versuchen, das Problem zu lösen.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich sofort an Fachleute: an den Medien- und Präventionsdienst der Jugendbrigade Freiburg oder an die Opferberatungsstelle des Jugendamtes.

Klage einreichen kann nur die geschädigte Person oder ihre gesetzliche Vertretung. Sie sollte sich gut informieren vorher, denn in der Schweiz hat z.B. Identitätsdiebstahl keine strafrechtlichen Konsequenzen. Cybermobbing als solches ist auch nicht strafbar, hingegen damit zusammenhängende Straftatbestände schon, z.B. Erpressung, Üble Nachrede, Verleumdung, Beschimpfung, Drohung, Nötigung.

Muss die Fachstelle fri-tic über die Aufschaltung einer Klassenwebsite informiert werden?

Nein für eine Klassenwebsite, hingegen ja für alle Schulwebseiten. Diese, ob mit friweb erstellt oder anderweitig publiziert, müssen gemeldet werden. Siehe Meldeformular (inkl. Weisungen der EKSD).

Löscht man eine Website, ist sie dann definitiv gelöscht?

Nein. Siehe z.B., was sich auf http://archive.org findet.