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Plagiatsprävention / Plagiatserkennung

Das Verhindern und Erkennen von Plagiaten ist Teil der schulischen Qualitätssicherung. Es ist daher wichtig, dass die Lehrpersonen und Studierenden die elementaren Regeln zur Vermeidung von Plagiaten kennen.

Was ist ein Plagiat?

Als Plagiat gilt die ganze oder teilweise Übernahme eines fremden Werks, mit mehr oder weniger Wiedergabetreue, ohne Angabe der Quelle und des Urhebers bzw. der Urheberin. Das Plagiat stellt eine Verletzung des Urheberrechts dar. Kürzere Passagen eines fremden Werkes dürfen zitiert werden. Dies setzt aber eine Kennzeichnung des Zitats und eine Angabe der Quelle voraus. (Lehrkommission der Universität Zürich,  http://www.afh.uzh.ch/hochschuldidaktikaz/A-Z_Plagiate.pdf, zugegriffen am 23.06.2015)

Wozu dient die Prävention von Plagiaten?

  • Wenn Teile von entscheidenden Abschlussarbeiten an der Sekundarstufe II plagiiert sind, werden Abschlusszeugnisse (Maturität, EFZ) für nicht erbrachte Leistungen ausgestellt. 
  • Zusätzlich verstossen Plagiate gegen das Urheberrecht und sind zivil- und strafrechtlich bedeutsam. (S. dazu Urheberrecht im schulischen Bereich)
  • Die Prävention von Plagiaten dient dem Schutz der Studierenden und der Schule und sie legitimiert entsprechende Kontrollen und Sanktionen.
  • Sie fördert generell die Achtung vor dem Gedankengut und dem Schaffen anderer und wertet eigenständiges Arbeiten auf. Die Plagiatsprävention trägt so zur Qualitätssicherung der schulischen Bildung bei.

Präventive Massnahmen

Was kann ich als Lehrperson zur Prävention von Plagiaten unternehmen?

Zuerst muss ich meine Schüler/innen oder Lernenden aufklären, denn nur zu oft ist ihnen gar nicht bewusst, dass sie ein Unrecht begehen ("ich habe doch alles alleine im Netz gefunden"). Das bedeutet, dass ich mich nicht erst kurz vor der Matur oder vor der Lehrabschlussprüfung, sondern ab Beginn der Ausbildung konsequent für die Redlichkeit einsetze und auf die Einhaltung des Urheberrechts beharre. Konkret:

  • Ich lasse mir schriftliche Arbeiten elektronisch abgeben (Hausaufsatz, Semesterarbeit, ...).
  • Ich nutze routinemässig das professionelle Plagiatserkennungstool "CopyStop" [s. unten].
    Dadurch stelle ich sicher, dass jede Arbeit für acht Jahre in einer geschlossenen Datenbank gespeichert bleibt.
  • Ich informiere die Schüler/innen oder Lernenden darüber, dass alle Arbeiten mit dem Internet und mit allen schon geprüften Arbeiten verglichen werden.
  • Ich zeige ihnen einen Herkunftsreport. So werden sie sich bewusst, dass auch durch Unachtsamkeit Texte übernommen werden können, die nicht wirklich selber erarbeitet worden sind.
  • Grössere Arbeiten begleite ich so, dass ich den Entstehungsprozess mitverfolgen kann. Somit laufe ich weniger Gefahr, mit Ideen oder Texten konfrontiert zu werden, die "aus dem Nichts" auftauchen.

Die Plagiatserkennungssoftware "CopyStop"

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich (MBA) liess ein Webinterface erstellen, das den Lehrpersonen mittels einer persönlichen User-Identifizierung den Zugang zur professionellen Plagiatserkennungssoftware "CopyStop" der Technischen Universität Braunschweig und Hannover verschafft. Die Fachstelle fri-tic ist Partnerin des MBA Zürich für die Westschweiz.
 
Um Voll-Plagiate zu verhindern (d.h. bereits eingereichte Arbeiten werden kopiert) wurde "CopyStop" so programmiert, dass die Texte nicht nur mit im Internet veröffentlichten Seiten verglichen werden, sondern auch mit sämtlichen Arbeiten früherer Jahrgänge und anderer Schulen der Stufe Sek. II, die in der geschlossenen Datenbank gespeichert sind.
 
Weitere Informationen zur Software: Direktlink CopyStop
 

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Ausbildungsangebot

Bei Bedarf bietet die Fachstelle fri-tic Informations- und Ausbildungsanlässe für Tutorinnen und Tutoren an.