Die Zukunft: digitale Lehrmittel (Überlegungen und Empfehlungen)

Aufgrund der rasanten Entwicklung der Veröffentlichungs- und Verbreitungstechnologien ist die Verlagslandschaft, insbesondere was die Lehrmittel betrifft, im Umbruch.
 
Ein digitales Lehrmittel beziehungsweise eine digitale Ressource ist Lehrmaterial, welches für das Verarbeiten am Computer aufbereitet wurde.
Die Fachstelle fri-tic hat Überlegungen und Empfehlungen zum Thema "Digitale Lehrmittel" erarbeitet. Folgende Themen sind behandelt: Lizenzmodelle, Formate und Verträge mit den Verlegern, und auch die Frage eines einziges Zugangs (Authentifizierung).
Das vollstängie Dokument finden Sie am Schluss dieser Seite.
 

Lizenzen

Zumindest auf kantonaler Ebene, besser auf regionaler und noch besser auf nationaler Ebene sind für die Lehrmittel Gesamtlizenzen auszuhandeln, in denen auf jeden Fall die Frage allfälliger digitaler Teile und der Zugangsbedingungen geregelt wird. Darum ist es von grundlegender Bedeutung, dass die freiburgischen Entscheidungsträger, aber auch die nationalen (EDK) und regionalen Instanzen (CIIP, D-EDK) sowie die übrigen Kantone auf die Problematik der digitalen Lehrmittel aufmerksam gemacht werden.
 

Formate

Für die digitalen Lehrmittel sind Standard- und offene Formate (ePUB5 oder HTML5 für Ressourcen Tablets, IWB7 für die interaktiven Wandtafeln) Eigenformaten (Flash, Silverlight usw.) vorzuziehen. Die Ressourcen sind so von der grösstmöglichen Anzahl Technologien (verschiedene Marken und Software von interaktiven Wandtafeln und anderen interaktiven Technologien, iPad usw.) aus zugänglich. Damit kann auch vermieden werden, dass man in Formaten hängen bleibt, die der Lieferant nach Belieben ändern kann, und die somit wiederkehrende Lizenzkosten verursachen.
 

Verträge

Mit den Verlegern müssen detaillierte Verträge abgeschlossen werden. Darin eingeschlossen muss das Recht für die Lehrpersonen sein, mit Teilen der erworbenen Lehrmittel pädagogische Unterlagen herzustellen. Anhand dieser Verträge müssen diese Ressourcen über Intranet (passwortgeschütztes Internet) von den Lehrpersonen gemeinsam genutzt werden können. Die Rechte auf den Inhalten, die von Mitarbeitenden des Kantons erstellt wurden, dürfen hingegen nicht an die Verleger abgetreten werden. Zur Vermeidung jeglicher Missverständnisse mit den Verlegern sollte ein/e Mitarbeitende/r des Kantons, die/der sich mit den Praktiken und Standards im Bereich der digitalen Veröffentlichungen auskennt, jeden Vertrag lesen und prüfen.
 

 

Authentifizierung

Zugang (Authentifizierung)

Es müssen ein einziger Zugang (Friportal) und eine einzige Authentifizierung (educa.ID) eingerichtet werden, die von der kantonalen Behörde verwaltet werden. Mit der Authentifizierung müssen sich die Lehrpersonen in die Websites der Verleger einloggen können, die Identitäten und der Datenschutz der Nutzerinnen und Nutzer müssen jedoch vom Kanton verwaltet werden.
Damit dies funktionieren kann, braucht es eine auf den international anerkannten Standards und Normen basierende zentralisierte Identifikation und Authentifizierung. Die Lehrmittel- Lieferanten können ihr Verbreitungssystem dann einfach anpassen.
Die Lösung exisiert bereits mit educa.ID, welche digitale Identitäten verwaltet. Educa.ID ermöglicht eine zentrale und einmalige Authentifizierung der Nutzer für alle zur Verfügung stehenden Dienste (z.B. educanet2, moodle, etc.).
Diese Art der Authentifizierung ist auch die Lösung in der Zusammenarbeit mit den Verlagen.
 

 

educa.ID

educa.ID

Die Fachstelle fri-tic bietet den freiburgischen Lehrpersonen und Schüler/-innen zahlreiche Dienste (z.B. educanet2, moodle, etc.) an. Der Zugang zu diesen Diensten erfolgt in Zunkunft nur noch einmalig über das Login von educa.ID.

 

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